Alle Wege führen nach…

…Berlin. Genauer gesagt zur Berlinale. Gleich drei mehr oder weniger lang erwartete Filme starten im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele. Und Les Adieux à la reine wird sogar der Eröffnungsfilm werden, der erfahrungsgemäß immer besonders beachtet und kommentiert wird. Man darf also gespannt sein. Außerdem kommen zwei weltweit umschwärmte Männer in die Stadt (vielleicht sogar leibhaftig). Mads Mikkelsen spielt den deutschen Arzt Struensee im Dänemark des 18. Jahrhunderts (Eine königliche Affäre) und Robert Pattinson wird als George Duroy (Bel Ami) seinem Teenie-Schwarm Image eine neue Facette geben. Vermute ich mal. Für einen von beiden würde sogar ich mich an den roten Teppich randrängeln…

Die Jury ist wieder bunt gemischt, von gestandenen Regisseuren (Mike Leigh = Jury Präsident, François Ozon, Ashgar Farhadi) über Fotografen (Anton Corbijn) und Schriftsteller (Boualem Sansal) bis zu Schauspielern (Jake Gyllenhaal, Charlotte Gainsbourg, Barbara Sukowa). Ob die wohl in der Stimmung für Historie und raschelnden Taft sind?

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Berlinale: Madonna kommt, Robert Pattinson nicht…

Zumindest sieht alles danach aus, denn weder A Dangerous Method noch Bel Ami lassen sich entgegen vieler früherer Gerüchte im Programm der 61. Berlinale finden. Dafür wird Madonna einige Ausschnitte aus ihrem neuen Film W.E. in einer Privatvorstellung präsentieren. Der komplette Film wird dann in Cannes vorgestellt. Ihr zweites Regiewerk handelt von der berüchtigten Abdankung des englischen Königs Edward VIII. zugunsten seiner Beziehung mit der Amerikanerin Wallis Simpson. Ob die Kabbala-Anhängerin Madonna die sehr freundschaftlichen Beziehungen des Paars zu damaligen Nazi-Größen unerwähnt lässt, bleibt die für mich spannende Frage. Wer traurig ist, weil Robert Pattinson vermutlich auch lieber nach Cannes fliegt als nach Berlin, für den ist vielleicht dieses neu erschienene Foto aus Bel Ami ein schwacher Trost. Das komplette Festival-Programm wird jedoch erst am 1. Februar veröffentlicht, vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere Überraschung.

 

„Effi Briest“ startet morgen deutschlandweit

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Auf der Berlinale feierte der Film EFFI BRIEST bereits Premiere und es erschien neben den Hauptdarstellern Julia Jentsch, Sebastian Koch, Misel Maticevic und Juliane Köhler auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich aufgrund ihrer brandenburgischen Herkunft diese Fontane-Verfilmung ganz bewusst ausgesucht hatte.

Ab morgen kommt Effi Briest deutschlandweit in die Kinos, so dass sich auch der Rest der Republik ein Bild vom Gelingen des Projekts machen kann. Viele kennen den Stoff vielleicht noch aus der Schule und werden sich fragen, ob und wie es Julia Jentsch schafft, die Effi glaubwürdig zu verkörpern. Sie steht damit in einer Reihe mit berühmten Kolleginnen wie Marianne Hoppe, Angelika Domröse und natürlich Hanna Schygulla, welche alle bereits die Effi vor der Kamera zum Leben erweckten.

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Das Schicksal der unglücklichen jungen Frau, deren Hoffnungen und Träume an den Konventionen ihrer Zeit zerbrechen, beschrieb der Autor Theodor Fontane übrigens lose basierend auf der Geschichte der 1853 geborenen Else von Plotho. Diese heiratete mit 19 Jahren den fünf Jahre älteren Rittmeister Armand Léon von Ardenne, mit dem sie zunächst auch eine zufriedene Ehe führte. 1881 lernte sie jedoch den Amtsrichter Emil Hartwich kennen und lieben. Beide beschlossen die Trennung von ihren jeweiligen Partnern und wollten einander heiraten, jedoch fand Ardenne die Liebesbriefe der beiden und forderte Hartwich zum Duell, bei dem Hartwich schwere Verletzungen davon trug und wenig später starb. Einen ausführlicheren Einblick in die Geschichte der Original-Effi bekommt ihr hier und auch hier.


Berlinale – Historische Themen in der Retrospektive

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Die Sektion Retrospektive der diesjährigen Berlinale widmet sich unter dem Motto 70mm – Bigger than Life dem opulenten Breitwandformat. Hier gibt es die Gelegenheit legendäre Historienfilme oder Romanverfilmungen noch einmal dort zu bestaunen, wofür sie ursprünglich geschaffen wurden: Die überlebensgroße Kinoleinwand. Folgende Historien- und Kostümfilme werden im Rahmen der Retrospektive gezeigt:

Ben Hur ( 1958, William Wyler)

Cleopatra (restaurierte Fassung von 2006, Joseph L. Mankiewicz)

Goya (1971, Konrad Wolf)

Lawrence of Arabia (restaurierte Fassung von 1989, David Lean)

Mutiny on the Bounty (1962, Lewis Milestone)

Woina i mir – Krieg und Frieden (in vier Teilen, 1967, Sergej Bondartschuk)

Das komplette Programm der Retrospektive findet man auf der Website der Berlinale.

Neue Filmstills von „Chéri“

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Auch von CHÈRI gibt es zwar noch keinen offiziellen Trailer, aber wunderbare Filmstills, welche die Vorfreude auf die Colette-Romanverfilmung unter der Regie von Stephen Frears anfeuern. Michelle Pfeiffer spielt darin eine Kurtisane, die den Sohn einer „Kollegin“ verführt. Mit diesem Jungen, genannt Chéri und gespielt von Rupert Friend, beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre.

Der Film tritt im Berlinale Wettbewerb um den Goldenen Bären an. Hier geht es zu den Terminen und dem Online-Ticketverkauf, der schon begonnen hat!

Neue Stills und Berlinale-Termine für „The Countess“

bild-2Hier sind die Vorführungstermine für Julie Delpys Thriller über die berühmte Blutgräfin. THE COUNTESS läuft zu folgenden Zeiten:

Feb 09 at 19:00 h Zoo-Palast, Hardenbergstraße 29a , 10623 Berlin

Feb 10 at 10:30 h CinemaxX Potsdamer Platz, Potsdamer Strasse 5, 10785 Berlin

Feb 11 at 14:00 h Kino International, Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin

Feb 14 at 19:00 h Zoo-Palast, Hardenbergstraße 29a , 10623 Berlin

Hier geht es zum Online-Verkauf, der allerdings noch nicht begonnen hat.  Des weiteren wurden folgende Filmstills veröffentlicht:

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Weltpremiere für Julie Delpys „The Countess“ auf der Berlinale

bild-1Der Film THE COUNTESS über die berüchtigte Blutgräfin Erzsébet Báthory, in dem Julie Delpy sowohl Regie führt als auch die Hauptrolle spielt, wird auf der Berlinale im Februar seine Weltpremiere feiern. Der Film wird in der Sektion „Panorama“ im Zeitraum vom 5. bis 15. Februar gezeigt werden. Ob die Stars des Films Delpy, William Hurt und Daniel Brühl bei der Premiere zugegen sein werden, ist nicht bekannt, da es sich aber um eine Premiere im Rahmen des Berlinale Filmfestivals handelt und Berlinale-Chef Dieter Kosslick alles tut, um Stars in die Hauptstadt zu holen, kann man sicher mit ihrem Erscheinen rechnen.