Dakota Fanning als „Effie Gray“

Beinahe wäre es wieder Keira Knightley gewesen. Und noch halten sich die Gerüchte, dass auch Keira die Effie Gray spielen wird, obwohl es sich hier hoffentlich um eine imdb-Leiche handelt.

Momentan stand jedenfalls Dakota Fanning als die hierzulande eher wenig bekannte viktorianische Malerin und Lebenskünstlerin Euphemia Gray vor der Kamera, begleitet u.a. von Emma Thompson, Greg Wise und Tom Sturridge. Im Film wird es um das Liebesverhältnis zwischen Effie, ihrem Ehemann John Ruskin (Wise) und dem Literaturkritiker Everett Millais (Sturridge) gehen.

Hier auf just jared gibt es eine Menge sehr vielfältiger Ausblicke auf farbenfrohe, eher ungewöhnliche und ansprechende Kostüme.

„Eine königliche Affäre“ Teaser

Angeblich wird im März 2012 die dänische Produktion Eine königliche Affäre zu uns in die Kinos kommen. Und es geht – jippie! – mal wieder auf ins 18. Jahrhundert, diesmal nach Dänemark, an den Hof Königs Christian VII. Dieser war geistig etwas umnachtet, was natürlich immer diverse Handlanger magisch anzieht, die versuchen ihrerseits Kontrolle über den Herrscher und somit über das Reich zu gewinnen. Nach einer wahren Begebenheit trug es sich im Jahr 1768 zu, dass ein deutscher Aufklärer und Arzt, Johann Friedrich Struensee die Position des Leibarztes beim König antrat und sein engster Vertrauter wurde. Vielleicht wäre die Sache sogar längerfristig gut gegangen, hätte Struensee nicht eine verhängnisvolle Affäre mit der Königin Caroline Mathilde begonnen. Kurz und gut: Die Geschichte ist nun verfilmt worden und in der Rolle des deutschen Leibarztes werden wir Mads Mikkelsen bewundern dürfen. Na, wenn das nichts ist… Hier ist ein Teaser:

 

1.000 Kostümfilme – eine Übersicht

Der empfehlenswerte Blog Enchanted Serenity of Period Films hat eine Filmübersicht von ca. 1000 Titeln nach Epochen erstellt. Hin und wieder soll es ja Menschen geben, die durch Zufall im Fernsehen bei Elizabeth, Gefährliche Liebschaften oder Stolz und Vorurteil hängen geblieben sind, Blut geleckt haben und sich nun verzweifelt fragen, ob es mehr von dieser Art Filme gibt. Wie man in der Übersicht sieht, gibt es dutzende Filme pro Gesellschafts- und Mode-Epoche, zwar sind nur einige so gut wie die oben genannten, aber sehenswert sind sie fast alle.

Drehbeginn für „Anna Karenina“ und „Michael Kohlhaas“

Yeah, an Heinrich von Kleists 200. Todestag wird nicht nur auf den landesweiten Bühnen gedacht, sondern auch cineastisch greift derzeit eine französisch-deutsche Koproduktion eines seiner bekanntesten Werke auf. In Michael Kohlhaas spielen Mads Mikkelsen und Bruno Ganz die Hauptrollen, unter der Regie von Arnaud des Pallières. Der Film ist keine Neuinterpretation, sondern wird wie die literarische Vorlage im 16. Jahrhundert angesiedelt sein. Gedreht wird allerdings in Frankreich, genauer gesagt in Languedoc und Rhône-Alpes. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Auch die Dreharbeiten für Anna Karenina mit Keira Knightley in der Titelrolle haben begonnen. Neben Jude Law und Aaron Johnson sind außerdem Matthew Macfadyen, Kelly Macdonald, Domhnall Gleeson, Emily Watson, Olivia Williams und Ruth Wilson dabei. Regie führt Joe Wright (Stolz und Vorurteil, Abbitte), Kostümdesignerin ist Jacqueline Durran (ebenfalls Stolz und Vorurteil, Abbitte). Gedreht wird in Großbritanien und Russland und der Film wird Ende nächsten Jahres in die Kinos kommen.

Gerüchte und Ankündigungen

Ok, das Schlimmere zuerst: Es gibt Neuigkeiten von der geplanten Cleopatra Verfilmung rund um Angelina Jolie. Die Schauspielerin ist zusammen mit Produzent Scott Rudin (The Social Network) auf der Suche nach einem hochkarätigen Regisseur, sowohl James Cameron als auch Paul Greengrass lehnten aber bereits ab. Kein Wunder, denn Jolie als Cleopatra, das ist einfach zuviel des Schlechten. Nicht dass Cameron und Greengrass das so behauptet hätten, zumal vor allem ersterer ja in der Lage ist, die plattesten Themen großflächig noch dünner auszuwalzen, nein, ich schreib das einfach mal so nach Schnabelwuchs. Gibt es irgendein Thema, das mehr zu Übertreibung und Groteskerie einlädt, als die leidige Cleopatra-Geschichte? Das wird bestimmt wieder ein bunter Folkloremix und ungefähr so nah an ägyptischer Geschichte und Kultur angesiedelt wie die Stargate-Saga. Und dann mein ganz persönliches Lieblingskassengift Angelina Jolie, brrrr …..

Gut, beruhigen wir uns erstmal und konzentrieren uns auf die Gerüchte, die da besagen, dass Frau Jolie sich momentan um David Fincher für den Film bemüht. Dieser plant jedoch die Romanverfilmung von 20.000 Meilen unter dem Meer. Und Angelina Jolie soll ja für Disney in Maleficent die Titelrolle spielen, das rein äußerlich perfekt für sie wäre. Daher habe ich Hoffnung, dass Cleopatra auf die ganz lange Bank geschoben wird und irgendwann komplett runter fällt.

Weiterhin gibt es Casting Neuigkeiten zur neuen The Great Gatsby Verfilmung. Baz Luhrmann (Moulin Rouge) wird Regie führen und wer sich noch an die 70er Jahre Variante erinnern kann, oder wer sogar die literarische Vorlage kennt, kann nun zur Kenntnis nehmen, dass Leonardo DiCaprio an die Stelle von Robert Redford als Gatsby tritt, Carey Mulligan übernimmt Mia Farrows Daisy Buchanan, Tobey Maguire übernimmt die Rolle des Nick Carraway und Joel Edgerton wurde gerade als Tom Buchanan gecastet. Für letztgenannten waren u.a. auch Luke Evans und Ben Afflek im Gespräch. Der Film wird ab August gedreht und kommt Ende 2012 in die Kinos. Natürlich in 3D…

„Anna Karenina“ mit Keira Knightley, Jude Law und Aaron Johnson

Regisseur Joe Wright ( Stolz und Vorurteil, Abbitte) plant für den Herbst eine Neuverfilmung von Tolstois Anna Karenina, welche vor 14 Jahren in der letzten namhaften Adaption des Stoffes von Sophie Marceau verkörpert wurde. Diesesmal wird – gähn – mal wieder Keira Knightley vor die Linse gebeten, die bekanntermaßen mit Joe Wright bereits mehrmals zusammen gearbeitet hat. Und auch Saoirse Ronan, die in Wrights jüngstem Werk Hanna die Hauptrolle spielt, soll Gerüchten zufolge in Anna Karenina dabei sein, was der Regisseur jedoch noch nicht bestätigen wollte. Mehr oder weniger fest scheinen jedoch neben Keira Knightley die Verpflichtung von Jude Law und Aaron Johnson zu stehen. Keira wird natürlich Anna Karenina spielen, Jude Law ihren Gatten Karenin und Aaron Johnson den Grafen Vronki, Liebhaber der Anna Karenina. Das Drehbuch steuerte Tom Stoppard (Shakespeare in Love) bei und Joe Wright verspricht, dass diese Produktion größer als alle bisher dagewesenen Filmversionen der Tragödie wird. Ok, so sehr mich auch die Tatsache von Keira Knightley in der Titelrolle nervt, versöhnt mich die Aussicht auf Aaron Johnson als Vronski, denn Kick Ass war die beste Kino-Unterhaltung seit Jahren und in Nowhere Boy gab er einen hinreichend überzeugenden jungen Lennon. Jude Law… naja, reißt mich auch schon lange nicht mehr vom Hocker.

Noch mehr Neuigkeiten von der Biopic-Front

Nach dem ersten Blick auf Meryl Streep als Margaret Thatcher gibt es nun auch erste Bilder von Leonardo DiCaprio als J.Edgar Hoover in der Verfilmung von Clint Eastwood. (Und hier ein kleines Filmchen von den Dreharbeiten.) Der berüchtigte Gründer und langjährige Chef des Federal Bureau of Investigation (FBI) ist eine der umstrittensten amerikanischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Während er (bzw. das FBI) auf der einen Seite mafiösen Vereinigungen relativ freie Bahn ließ, bekämpfte Hoover auf der anderen Seite um so radikaler vermeintliche Kommunisten oder andere „anti-amerikanische“ Kräfte. Als radikal-konservativer Hardliner galt er einigen als Halbgott, während andere ihn als Wegbereiter eines amerikanischen Faschismus betrachteten.

Die Dreharbeiten zu J. Edgar haben vor kurzem in L.A. begonnen, der Film wird nächstes Jahr in die Kinos kommen. Außerdem heißt es hier, dass ein Film über Albert Einstein in Planung ist. Produzent ist Paul Schiff, Regie wird Wayne Wang führen, das Drehbuch schrieb Ron Bass, der bereits einen Oscar für sein Script zu Rain Man erhielt. Der Film soll in Deutschland und anderen europäischen Locations gedreht werden und natürlich den privaten Einstein zum Thema haben, der, so glauben es zumindest die Produzenten, den meisten Menschen nicht bekannt ist. Daher soll es in erster Linie um seine Frauengeschichten, seine Krankheiten, seine Flucht vor den Nazis sowie seinen Umgang mit dem weltweiten Ruhm gehen. Wenn man sich die letzte Kolaboration (Maid in Manhatten) von Produzent und Regisseur vor Augen hält, kann man sich ungefähr vorstellen, wie dieser „private Einstein“ im schlimmsten Fall aussehen könnte.