Foto von Rhys Ifans in „Anonymous“

Roland Emmerichs Anonymous läuft voraussichtlich am 30. September in Großbritannien an. Oben seht ihr Rhys Ifans als Edward de Vere, Earl of Oxford, der angeblich der wahre Verfasser einiger bekannter Shakespeare-Dramen ist. Die Verfechter dieser Theorie – Oxfordianer genannt – gehen davon aus, dass Shakespeare aufgrund seiner mangelnden Bildung und Abstammung aus einer Familie von Analphabeten unmöglich der Autor der berühmtesten Dramen der Welt sein kann. Der 17. Earl of Oxford sei dagegen hoch gebildet und mit besten Kontakten zum englischen Hof, allen voran zu Königin Elizabeth I. ausgestattet gewesen.  Zudem konnte er auf Reisen durch Frankreich und Italien Erfahrungen sammeln, die sich in der Verortung vieler Dramenhandlungen wiederfinden. Darüber hinaus gibt es noch diverse biografische Verschneidungen zwischen dem Leben des Grafen und den Begebenheiten in Shakespeares Stücken, Dichtungen und Sonetten. Berühmte Anhänger der Oxford-Theorie waren u.a. Mark Twain, Orson Welles oder Charlie Chaplin, aber auch Hunderte von Akademikern unterstützen diese These.

In Anonymous wird jedoch nicht nur die Frage der Autorschaft behandelt, sondern auch eine neue Sichtweise auf Königin Elizabeth I. (gespielt von Vanessa Redgrave) präsentiert, die mir mehr Sorgen macht. Mögliche Spoiler folgen: Denn Gerüchten zufolge ist bei Emmerich die Virgin Queen nicht nur die Mutter von Edward de Vere, sondern bekommt auch noch dessen Kind! Ganz schön starker Tobak, von dem ich nicht sicher bin, ob ich sowas sehen will.

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